Azubi-Projekt reguse von igus gewinnt IHK-Award „Zukunft Ausbildung 2026“
Mai 5, 2026
Eine ausgezeichnete Idee aus Köln: Auszubildende machen aus alten Computern funktionsfähige Geräte für den Privatgebrauch

Köln, 5. Mai 2026 – Großer Erfolg für igus aus Köln: Das Azubi-Projekt reguse ist mit dem IHK-Award „Zukunft Ausbildung 2026“ ausgezeichnet worden. Mit dem Award würdigt die IHK Köln einmal jährlich besonders engagierte Ausbildungsbetriebe und zukunftsweisende Projekte aus dem Kammerbezirk. In diesem Jahr gingen so viele Vorschläge ein wie nie zuvor, insgesamt 266. In der Kategorie „Innovative Konzepte“ entschied sich das Publikum vor Ort per Live-Abstimmung für die reguse Azubi-Firma. Das Projekt sorgt dafür, dass ausgediente Elektrogeräte ein zweites Leben erhalten.
Einmal im Jahr bringt die IHK Köln mit der Veranstaltung „Zukunft Ausbildung“ Ausbilderinnen, Ausbilder und Ausbildungsbetriebe aus dem gesamten Kammerbezirk zusammen, um herausragendes Engagement und innovative Ideen sichtbar zu machen. Vor rund 300 Gästen in den Kölner Balloni-Hallen betonte IHK-Präsidentin Nicole Grünewald die besondere Bedeutung der dualen Ausbildung als „Erfolgsmodell made in Germany“. Junge Menschen unter professionellen Bedingungen für ihren Beruf zu begeistern und sie zu starken Fachkräften zu qualifizieren sei eine zentrale Aufgabe, getragen von mehr als 4.300 Ausbildungsbetrieben in der Region. Für den diesjährigen Zukunft Ausbildung- Award erhielten die Jury 266 Vorschläge – ein Rekord! In der Kategorie „Innovative Konzepte“ durfte das Publikum vor Ort entscheiden und die Gewinner küren. Nachdem die Nominierten in zweiminütigen Präsentationen ihr Projekt vorstellen durften, wurde direkt vor Ort gevotet. Die meisten Stimmen erhielt das Projekt reguse, das von Auszubildenden und dualen Studenten des Kunststoffspezialisten igus in Köln entwickelt und umgesetzt wird. Die Idee: Ausgediente Computer, Laptops und Monitore aus dem Unternehmen werden professionell aufbereitet und intern weiterverkauft. Der gesamte Erlös fließt in soziale und nachhaltige Projekte. Stellvertretend für das Team nahmen Leander Plum und Noah Smieskol den Preis auf der Bühne entgegen.
Azubis führen eigenes „Unternehmen im Unternehmen“
Besonders an reguse ist der interdisziplinäre Ansatz: IT-Auszubildende kümmern sich um die technische Aufbereitung der Geräte, angehende Industriekaufleute und duale Studenten übernehmen kaufmännische und rechtliche Fragen, während Auszubildende im Medienbereich Marketing und Kommunikation verantworten. Damit agiert reguse als eigenständige Azubi-Business-Unit mit echtem Kundenkontakt, eigenem Webshop und realem wirtschaftlichem Ergebnis. Die generalüberholten Geräte werden zu fairen Preisen an Mitarbeitende verkauft – beispielsweise Laptops für rund 150 Euro oder Monitore für etwa 50 Euro. Die Nachfrage ist hoch, die Wartelisten lang.
Starkes Signal für den Ausbildungsstandort Köln
IHK-Präsidentin Nicole Grünewald hob bei der Veranstaltung die Bedeutung engagierter Ausbildungsbetriebe in der Region hervor: „Jeder Betrieb, jede Ausbilderin und jeder Ausbilder ist wichtig für unsere Wirtschaft.“ Mehr als 4.300 Unternehmen bilden aktuell im Kammerbezirk der IHK Köln aus. Mit dem Gewinn des IHK-Awards unterstreicht igus seine Rolle als einer der prägenden Ausbildungsbetriebe der Region. Das Projekt reguse zeigt eindrucksvoll, wie nachhaltige Ideen aus der Ausbildung heraus entstehen, und wie junge Menschen in Köln schon heute Verantwortung für die Zukunft übernehmen.
