120.000 Dosen pro Stunde auf den Kopf gestellt

Oktober 9, 2026

3D-gedruckter Produktwender von igus für Verpackungs- und Abfüllanlagen erhöht die Anlageneffizienz um bis zu 20 Prozent und den Umsatz pro Stunde um bis zu 30.000 Euro pro Linie

Leicht und robust: Der neue Produktwender von igus hilft Getränke- und Lebensmittelherstellern, Ausfall- und Rüstzeiten sowie Anschaffungs- und Betriebskosten zu reduzieren. (Quelle: igus SE & Co. KG)

Köln, 9. Oktober 2026 – Egal, ob Getränke, Konserven oder Kaffee: Moderne Produktionslinien müssen Dosen regelmäßig drehen, etwa um sie zu bedrucken. Das Problem: Viele handelsübliche Wender aus Stahlkörben oder Frästeilen sind schwer und wartungsintensiv, was häufig zu teuren Stillständen von Verpackungs- und Abfüllanlagen führt. igus bringt deshalb eine Alternative auf den Markt: einen leichten und robusten Produktwender aus dem 3D-Druck, der bis zu 120.000 Dosen pro Stunde kontrolliert drehen kann.

Getränke- und Lebensmittelhersteller müssen ihre Anlagen regelmäßig auf verschiedene Produkte einstellen. Jeder Umbau kann dabei für Wender, die mit gebogenen Metallstangen arbeiten, eine Belastungsprobe sein. Verbiegen sich die Stangen nur leicht, können sich Dosen verklemmen und für einen Anlagenausfall sorgen. „Bei schnellen Anlagen bedeutet schon eine halbe Stunde Ausfall einen Verlust von 60.000 Dosen“, betont Jonas Burk, Leiter des Geschäftsbereichs Additive Fertigung bei igus. Die Reparatur erfordere zudem oftmals spezialisiertes Know-how. „Wir hatten daher das Ziel, einen Wender zu entwickeln, der robust ist und sich schnell im FDM-Verfahren drucken lässt. Der Wender besteht aus einem speziellen Hochleistungsfilament, das extrem verschleißfest ist. Deshalb geben wir eine Lebensdauergarantie von sechs Monaten.“ Zum Vergleich: Bei vielen handelsüblichen Wendern müssen die Kunststoffprofile alle drei Monate ausgetauscht werden.

90 Prozent Gewicht und Rüstzeit einsparen

Der 3D-gedruckte Produktwender von igus sorgt zudem für kürzere Rüstzeiten. Jonas Burk verdeutlicht mit einem Beispiel: „CNC-gefräste Wender aus Halbzeug sind oft über 30 Kilogramm schwer und werden meist mit einem Kran und mehreren Instandhaltern umgebaut, was die Maschinenverfügbarkeit unnötig reduziert.“ Die kleinsten Versionen des neuen Wenders aus dem 3D-Drucker wiegen hingegen weniger als zwei Kilogramm. Sie lassen sich mit einem Haltegriff mit einer Hand transportieren und für die Montage mit Schrauben bequem auf dem Förderband platzieren. Die verdrehte Führungskontur dreht bis zu 120.000 Dosen pro Stunde im Dauerbetrieb. In der Zeit eines Wimpernschlags passieren somit rund zehn Dosen den Wender. Erhältlich ist das System ab sofort für alle gängigen Formate von Getränkedosen als Standard sowie für Konservendosen, Kaffeedosen, PET-Flaschen, Glasbehälter und Chipsdosen.

Reduzierte Anschaffungs- und Betriebskosten

Schon im Einkauf können Betriebe der Lebensmittel- und Getränkeindustrie Kosten sparen. „Einer unserer Kunden hatte für einen Wender mit gebogenen Metallstangen über 4.000 Euro gezahlt. Hinzu kamen alle drei Monate weitere 1.400 Euro für den Austausch der Profile“, erklärt Jonas Burk. Standardausführungen der neuen 3D-gedruckten Produktwender hingegen sind bereits ab 800 Euro erhältlich. „Selbst bei komplexen Sonderfertigungen können wir einen deutlich attraktiveren Preis anbieten.“ Für solche Projekte bietet igus eine Analyse bestehender Anlagen mit dem 3D-Scanner an, um individuelle Produktwender passgenau auszulegen. So wird es beispielsweise möglich, eine Rotation mit Höhen- oder Seitenversatz zu realisieren.

Erfahren Sie mehr über den Produktwender von igus: https://www.igus.de/branchen/verpackung-lebensmittel/anwendungsbeispiele/3d-gedruckter-produktwender-fuer-getraenkedosen

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