Weniger Ausfälle im Cargobike-Alltag mit robusten Rotomolding-Laufrädern aus Kunststoff

Juni 3, 2026

Neue Laufräder von igus reduzieren den Wartungsaufwand im urbanen Lieferverkehr – und sind im Test auch nach 10.000 km unter hoher Last funktionstüchtig

Rotationsgegossene Kunststoff-Laufräder von igus erhöhen die Zuverlässigkeit von Cargobikes im harten Lieferalltag. (Quelle: igus SE & Co. KG)

Köln, 3. Juni 2026 – In immer mehr Städten bieten Lebensmittelhändler die Auslieferung mit Cargobikes bis vor die Haustür an. Doch haben die Lastenräder eine Achillesferse: Ihre Laufräder sind stärker belastet als bei normalen Fahrrädern. Immer wieder kommt es daher zu Defekten, die Lieferausfälle und teure Reparaturkosten bedeuten und die Wirtschaftlichkeit der Transportlösung beeinträchtigen. Die Lösung von igus: Robustere Laufräder, die im Rotationsguss in einem Stück aus Kunststoff gefertigt werden.

Ein Laufrad aus Kunststoff? Das klingt zunächst ungewöhnlich. Doch die Idee kommt nicht von ungefähr. Der Kunststoffspezialist igus aus Köln hat in den vergangenen Jahren Erfahrungen mit dem igus:bike gesammelt: einem Fahrrad, das zu über 90 Prozent aus Kunststoff hergestellt ist – 50 Prozent davon aus recyceltem Material wie alten Fischernetzen. „Während hunderter Testfahrten und der igus:bike Welttour mit tausenden Kilometern auf verschiedenen Kontinenten haben wir festgestellt: Besonders die Laufräder sind extrem robust“, sagt Jan Phillip Hollmann, Leiter des Geschäftsbereichs Fahrradkomponenten bei igus. „Wir haben uns daher entschlossen, die Kunststofflaufräder in 24“ und 26“ als eigenes Produkt anzubieten. So haben Hersteller die Möglichkeit, ihre Cargoräder noch ausfallsicherer zu machen.“ Ob Last-Mile-Delivery in dicht besiedelten Städten, Transporte von sperrigen Gütern oder der regelmäßige Einsatz bei rauen Wetterbedingungen: Die Laufräder punkten mit ihrer hohen Belastbarkeit und Zuverlässigkeit.

Auch nach 10.000 km Schlaglochfahrt noch funktionstüchtig

Elektrische Lastenräder sind im Straßenverkehr belasteter als normale Fahrräder. Mit Lebensmitteln für zahlreiche Haushalte an Bord liegt das Gesamtgewicht oft bei bis zu 300 kg. Entsprechend hohe Kräfte wirken besonders in den Kurven. Hinzu kommt die Fahrt über Bordsteine, Schlaglöcher und Kopfsteinpflaster, was die Speichen, Felgen, Naben und Lager überdurchschnittlich beansprucht. „Tests in unserem hauseigenen Labor nach DIN 79010:2020-02 haben gezeigt, dass die neuen Kunststofflaufräder diesen hohen Anforderungen standhalten“, erklärt Jan Phillip Hollmann. Die Räder wurden dabei auf einem Laufradprüfstand mit einer Last von 120 kg pro Rad belastet. Auf der Laufrolle befanden sich Erhebungen, die bei jeder Umdrehung einen Stoß verursachten, ähnlich wie beim Überfahren eines Schlaglochs. „Auch nach 10.000 km waren die Laufräder weiterhin funktionstüchtig. Wir können also davon ausgehen, dass im Lieferalltag deutlich weniger Wechsel notwendig sind. Ein entscheidender Faktor für Flottenbetreiber im Liefergeschäft.“

Wartungsaufwand sinkt

Cargobikes sind vergleichsweise wartungsintensiv. So müssen viele Lieferdienste regelmäßig Speichen nachziehen und die Räder neu zentrieren lassen. Das bedeutet zusätzlichen Zeit- und Personalaufwand. Dieser entfällt nun, da die Laufräder von igus in einem Stück gefertigt werden. Möglich wird das durch das Rotomolding- bzw. Rotationsgussverfahren. Es arbeitet mit einer rotierenden Negativform des Rads, in der geschmolzenes Kunststoffpulver gleichmäßig an die Innenwände verteilt wird und dort aushärtet. „Dadurch entsteht ein nahtloses, formstabiles Bauteil mit hoher Belastbarkeit und einem Carbonlook, der das Fahrrad auch optisch aufwertet“, erklärt Jan Phillip Hollmann. Die hohe Torsionssteifigkeit ist ein entscheidender Vorteil im Cargo-Einsatz mit plötzlichen Bremsmanövern, häufigen Stop-and-Go Zyklen und schlechten Straßenverhältnisse mit Unebenheiten und Schlaglöchern. Um die notwendige Stabilität und Robustheit zu gewährleisten, benötigen die Laufräder eine relativ hohe Wandstärke. Das Gewicht variiert daher zwischen 2,2 und 2,5 kg bei Rädern zwischen 24 und 28 Zoll.

Sollten die Laufräder einmal am Ende ihrer Nutzungsdauer angekommen sein, lassen sie sich über igus einfach und unkompliziert wieder dem Materialkreislauf zuführen. Dies ist ein klarer Pluspunkt für Fahrradhersteller und Flottenbetreiber, die nicht nur auf Effizienz und Langlebigkeit setzen, sondern bei ihrer Komponentenwahl auch den Umweltgedanken berücksichtigen.

Mehr Informationen zu den Fahrrad-Komponenten von igus finden Sie hier: https://www.igus.de/branchen/fahrrad

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