Robotik-Lösung für Rapid Prototyping gewinnt Low Cost Robotics Ideenwettbewerb

10. Oktober 2018

(Quelle: igus GmbH)

Stuttgart/Köln, 10. Oktober 2018 – Einfache Aufgaben schnell und kostengünstig automatisieren, das ist das Ziel der Low Cost Robotics. Auch in diesem Jahr suchte der Low Cost Robotics Ideenwettbewerb wieder nach spannenden Ideen und Konzepten, die das Potential günstiger Robotik-Lösungen aufzeigen. Auf der Motek wurde jetzt der Gewinner prämiert: Das Unternehmen Robert Hofmann GmbH konnte mit seiner Idee für eine per App ausgelöste Pick-and-Place Anwendung im 3D-Druck die Jury überzeugen.

Einfache Prozesse mit Robotern automatisieren und damit Zeit und Kosten sparen. Dieses Ziel verfolgen nicht nur große Industrieplayer, sondern auch immer mehr kleine und mittlere Unternehmen. So auch die Firma Robert Hofmann GmbH aus Lichtenfels. Das Unternehmen für Rapid Prototyping sah sich folgendem Problem entgegen: In der Theorie kann ein 3D-Drucker ununterbrochen drucken, jedoch muss nach jedem Druckvorgang die Bauplatte ausgetauscht werden, schwierig wenn ein Druckauftrag außerhalb der Arbeitszeit endet. „Unsere Problematik war des Öfteren, dass wir Teile drucken wollten, die möglichst am nächsten Tag fertig sein sollten“, erklärt Tobias Mager, Ausbildungsleiter bei der Robert Hofmann GmbH. „Unsere Azubis, die unsere 3D-Drucker betreuen, machen um 16:15 Uhr Schluss, der vorherige Druckvorgang läuft beispielsweise bis 17:00 Uhr. Wir würden also wegen 45 Minuten über 14 Stunden Bauzeit einbüßen, die der Drucker theoretisch leisten könnte.“ Seine Lösung: der automatisierte Austausch der Bauplatte durch einen robolink D Low Cost Roboterarm des motion plastics Spezialisten igus, steuerbar von unterwegs über ein Smartphone. Durch die Netzwerkanbindung des 3D-Druckers könnten so am Wochenende oder nach Feierabend per App neue Bauprozesse rund um die Uhr gestartet und der Drucker voll ausgelastet werden. Seine innovative Idee reichte Tobias Mager beim Low Cost Ideenwettbewerb ein.

Preisverleihung auf der Motek

Das Konzept der Robert Hofmann GmbH überzeugte die Jury, die sich aus Forschung, Fachpresse und Herstellerseite zusammensetzt. Engagement, Raffinesse und der Optimierungsgedanke führten zu einer einstimmigen Bewertung. Auf der Motek konnte Maximilian König, stellvertretend für die Robert Hofmann GmbH, auf dem igus Stand als ersten Preis einen Gutschein für einen robolink D Gelenkarm oder vergleichbare Robotik-Komponenten im Wert von 3.000 Euro in Empfang nehmen. Auch Dr. Sebastian Zug und sein RoboCup Team robOTTO der Universität Magdeburg können sich über den mit 1.000 Euro dotierten 2. Platz freuen. Der Juniorprofessor entwickelte die Idee robolink in der RoboCup@work Liga einzusetzen. In dieser Liga sollen verschiedene Aufgaben in industriellen Umgebungen gelöst werden, zum Beispiel der Transport von Schrauben, Muttern, Bolzen oder Profilen. Da es sich bei der bisherigen Robotik-Lösung um ein Auslaufmodell handelt, entwarf Dr. Sebastian Zug für sein Team das Konzept einen robolink D Roboterarm mit 5-Achsen auf einer bestehenden Robotino Plattform einzusetzen. Denn das Baukastensystem erlaubt es den Teams entsprechend der individuellen Greif- und Manipulationsstrategien unterschiedliche Systeme zu konfigurieren und in die Plattform zu integrieren.

Weitere Informationen zu Low Cost Robotics finden sich auf https://www.low-cost-robotics.de

Filename: PM6418_LCR_Ideenwettbewerb2018_Schnellansicht.pdf
Filename: PM6318-1.jpg