Weniger Ausfälle, mehr Kundenzufriedenheit: smart plastics machen Wartung in der Bahntechnik einfach

7. September 2018

Köln, 7. September 2018 – Die zunehmende Digitalisierung in der Bahntechnik birgt großes Potenzial für ausfallsichere und dadurch pünktlich fahrende Züge. Auf der Innotrans 2018 zeigt igus mit seinen smart plastics, wie intelligente Leitungen und Energieketten durch vorausschauende Wartung dazu beitragen, dass Zügen, S- und Trambahnen zuverlässig im vorgegebenen Takt verkehren.

Tausende Berufspendler sind auf pünktliche Bahnverbindungen angewiesen. Doch nicht selten machen defekte Züge einen Strich durch die Rechnung. Zermürbte Nerven und volkswirtschaftliche Schäden sind die Folge. „Die Digitalisierung kann das ändern“, erklärt Thorsten Mersch, Branchenmanager Bahntechnik bei igus. Um diese digitale Transformation im Zugverkehr voranzutreiben, entwickelt das Kölner Unternehmen unter dem Namen smart plastics unter anderem intelligente Leitungen und Energieketten, die in Echtzeit überwacht werden und deren Lebensdauer sich dadurch exakt voraussagen lässt.

Züge lassen sich in Echtzeit überwachen

Züge, S- und Tram-Bahnen stehen unter Dauerlast. Da sind beispielsweise die Türen, die sich im normalen Schichtalltag Hunderte Male öffnen und schließen. Das Problem: Tritt beispielsweise ein Defekt an der Sicherschaltleiste auf, die vor Einklemmen schützt, wird die betroffene Tür zumeist direkt gesperrt. Es kommt es zu längeren Ein- und Ausstiegszeiten, der Fahrplan gerät aus dem Takt, Verspätungen sind die Folge. Eine Lösung für Verkehrsgesellschaften: Sie können die Sicherheitsschaltleiste mit den Modulen CF.Q der Serie isense von igus ausstatten. Die Module überwachen den Zustand der Leitungen und schicken die Zustandsdaten über das igus Communication Modul (icom) per Mobilfunk an die Zentrale der Betreibergesellschaft. Dort können sich Mitarbeiter auf Dashboards einen Überblick über den Zustand der Sicherheitsschaltleisten aller Züge verschaffen. Das System managt sämtliche Belastungsgrenzen und kündigt für jede einzelne Leiste einen drohenden Ausfall an. Dank dieses Informationsvorsprungs könnten Betreiber den präventiven Austausch zentral planen und innerhalb serienmäßiger Stopps durchführen. Das Prinzip der vorausschauenden Wartung gilt auch für andere Bauteile, etwa für Energieketten, aber auch Lineareinheiten, die in der Innenausstattung zum Einsatz kommen. Unternehmen in der Bahntechnik erhalten durch die smart plastics eine genaue Planungsgrundlage für Wartung und Service. Instandgesetzt oder gewechselt wird nur noch, was einen wirklichen Bedarf hat – und das bevor es zu Ausfällen und Verspätungen kommt.

Eine sichere Planungsgrundlage für die Wartung

Das Interesse an diesen Lösungen ist hoch. „Bahnhersteller und -betreiber haben genauso große Erwartungen an die Digitalisierung wie die Industrie“, ist Thorsten Mersch überzeugt. So stellt Siemens Mobility im Rahmen einer Präsentation auf der Innotrans 2018 unter anderem die neuen Möglichkeiten vor, die sich durch die intelligente Überwachung, Analyse und Vorhersage von Hochleistungskunststoffen von igus ergeben und wie sie die Verfügbarkeit erhöhen. Basis der geplanten Zusammenarbeit ist die Siemens Application Suite Railigent, die ein breites Spektrum an digitalen Services bietet, zum Beispiel in der vorausschauenden Wartung.

Mehr zu den smart plastics in der Bahntechnik erfahren sie bei igus auf der Innotrans 2018 in Halle 12, Stand 106.

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